Grundstücksgrenze

Sie wollen den Verlauf Ihrer Grundstücksgrenze wissen ?

Sollten Sie ein Bauvorhaben planen, eine Mauer oder einen Zaun an Ihrer Grundstücksgrenze errichten oder z.B. eine Zufahrt in Grenznähe befestigen wollen, stehen sie zumeist vor dem Problem, dass Sie nicht wissen, wo genau Ihre Grundstücksgrenze in der Örtlichkeit verläuft, weil keine Grenzmarkierungen mehr vorhanden sind.

Um Grenzstreitigkeiten mit Ihrem Nachbarn oder einen eventuellen Grenzüberbau zu vermeiden, ist es sinnvoll, einen Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur zu beauftragen, der Ihnen die benötigten Grenzpunkte in der Örtlichkeit anzeigt. Für diesen Zweck stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl, wir beraten Sie gerne, welche Vermessung für Sie sinnvoll ist:


Grenzangabe
Hierbei werden von unserem Messtrupp die von Ihnen gewünschten Grenzpunkte in der Örtlichkeit kenntlich gemacht. Dieses geschieht je nach Beschaffenheit des Bodens durch das Schlagen eines Holzpflockes oder durch das Anbringen einer farblichen Markierung. Die Grenzangabe ist keine "hoheitliche" Tätigkeit des Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurs. Durch Sie wird kein Grenzverlauf nachhaltig festgelegt, sie wird nicht Bestandteil des Liegenschaftskatasters.
Ihr Grundstücksnachbar hat auch keinerlei Verpflichtung, die gesetzten Grenzmarkierungen anzuerkennen, es findet keine Grenzverhandlung statt und somit keine Beurkundung der Vermessung seitens des ÖbVI.
Die Grenzangabe dient allein dem Selbstzweck, nämlich bei einem geplanten Vorhaben nicht die Grundstücksgrenzen zu überschreiten.

Grenzvermessung
Die Grenzvermessung ist eine hoheitliche Vermessung, sie hat öffentlich-rechtlichen Charakter.
Es existieren Verwaltungsvorschriften zur Vorgehensweise bei einer Grenzvermessung.
Unser Messtrupp untersucht zunächst die Grenzsituation. Nach Auswertung der Daten werden die nicht mehr vorhandenen Punkte anhand des Katasternachweises in die Örtlichkeit übertragen und dauerhaft (z.B. durch Grenzsteine) vermarkt.
In einer Grenzverhandlung werden alle Beteiligten über die vorgenommenen Abmarkungen unterrichtet, sie haben die Möglichkeit, gegen das Ergebnis der Grenzvermessung Widerspruch einzulegen.
Schließlich werden die Vermessungsschriften von uns zum Katasteramt eingereicht, die Vermessung wird nun in das Liegenschaftskataster übernommen.

Grenzanzeige
Die Grenzanzeige ist zwischen den beiden erstgenannten Möglichkeiten anzusiedeln.
Die Grenzuntersuchung und Abmarkung erfolgt analog zur Grenzvermessung, das Ergebnis der Grenzanzeige wird jedoch nicht in das Kataster übernommen.
Die Vermessung wird graphisch dokumentiert und beurkundet, die Grenzanzeige ist somit eine verbindliche Aussage über die Lage der rechtmäßigen Grenze.

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